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Die letzten Stunden begleiten


Quelle: © Unsplash, Silvestri Matteo

Angehörige fühlen sich in der Zeit kurz vor dem Tod eines nahestehenden Menschen oft hilflos und überfordert. Die Angst, etwas falsch zu machen, hemmt. Viele trauen sich die Begleitung eines Menschen am Ende des Lebens nicht zu. Doch diese Sorge ist unbegründet, denn es zählt vor allem eins: da sein und auf Signale achten.

Was kann für sterbende Menschen hilfreich sein?

  1. Ganz wesentlich: Schenken Sie dem sterbenden Menschen Zeit und Aufmerksamkeit.
  2. Bieten Sie das an, was der Mensch zu Lebzeiten gerngehabt hat (Musik, besondere Gerüche, Berührungen etc.). Beachten Sie jedoch: Sterbende sind auf einem Weg, zu dem wir keinen Zugang haben. Oft ziehen sie sich zurück, da sie die ganze Kraft für sich brauchen. Daher kann es sein, dass sie etwa keine Berührungen mehr möchten und die Hand zurückziehen.
  3. Die Sinne werden sehr empfindlich. Schaffen Sie daher eine ruhige Atmosphäre im Raum. Es ist ratsam, eher leise zu sprechen und ruhige Musik zu spielen. Frische Luft und beruhigende Duftöle tun vielen Menschen ebenfalls gut. Generell gilt, den Raum eher kühl zu halten und für ausreichend frische Luft zu sorgen.
  4. Sprechen Sie MIT dem Sterbenden, aber nicht ÜBER ihn. Wir können davon ausgehen, dass sterbende Menschen noch hören, auch wenn sie das nicht mehr zeigen oder nicht mehr reagieren können. Es kann allen guttun, noch das zu sagen, was wichtig erscheint.
  5. Erfüllen Sie letzte Wünsche: Wer soll noch kommen? Wer möchte sich noch verabschieden?
  6. Hat es spirituelle Wünsche und Bedürfnisse gegeben? Soll zum Beispiel ein:e Seelsorger:in kommen, ist ein Segen oder eine Krankensalbung erwünscht?
  7. Achten Sie auf körperliche Signale wie Unruhe, verzerrtes Gesicht, Falten auf der Stirn, Schleim beim Atmen, trockene Lippen, Schweiß auf der Stirn oder Brust und setzen Sie vorsichtige Maßnahmen, die Erleichterung schaffen: etwa durch Abdecken oder Abwischen mit einem nassen, kalten Waschlappen, durch das Befeuchten der Lippen, eine langsame Lageveränderung, zum Beispiel etwas auf die Seite. Dabei ist es hilfreich, die Handlungen vorher anzusprechen. Vorsicht: Unruhe und verzerrtes Gesicht können auch Hinweise auf Schmerzen sein und bedürfen schmerzlindernder Maßnahmen.
  8. Bei Hitze oder Atemnot Fenster aufmachen oder Ventilator einschalten.
  9. Meist sind in dieser Situation Essen und Trinken nicht mehr wichtig. Daher auch nicht dazu drängen. Eventuell können die Lippen und der Mund leicht befeuchtet werden, zum Beispiel mit dem Lieblingsgetränk.
  10. Es ist auch erlaubt, den sterbenden Menschen einmal allein zu lassen. Davor ist es gut, ihm das zu sagen. Zum Beispiel: „Ich gehe jetzt eine halbe Stunde spazieren, dann komme ich wieder.“

Vieles ist einfacher, wenn man nicht allein ist. Unsere Seelsorger:innen und die Mitarbeiter:innen der mobilen Palliativbegleitung der Caritas sind in ganz Oberösterreich für Sie da.
Mehr unter: www.dioezese-linz.at/trauerhilfe/abschied/sterbende-begleiten